GGL ermittelt gegen ADI Predictstreet wegen Werbeverstößen und Zugangsproblemen
Viktor Hoffmann · Aug 24, 2026

GGL ermittelt gegen ADI Predictstreet wegen Werbeverstößen und Zugangsproblemen

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat eine Untersuchung gegen ADI Predictstreet eingeleitet, Europas erste lizenzierte Prognosemarkt-Plattform und offizieller FIFA-Partner für den Weltmeisterschaftsmarkt 2026. Die Behörde prüft, ob die prominenten Werbemaßnahmen des Unternehmens, darunter Bandenwerbung am Spielfeldrand und Ausstrahlungen im Fernsehen, gegen die deutschen Vorschriften zur Glücksspielwerbung verstoßen haben, während gleichzeitig deutsche Nutzer Zugriff auf die nicht lizenzierte Plattform erhielten.
Hintergründe zur Untersuchung und den beteiligten Akteuren
ADI Predictstreet positioniert sich als erster lizenzierter Anbieter für Prognosemärkte in Europa und unterhält eine Partnerschaft mit der FIFA für den Weltmeisterschaftsmarkt im Jahr 2026. Die Plattform ermöglicht es Nutzern, auf Ereignisse wie Spielausgänge oder Spielerstatistiken zu setzen, und die Werbekampagnen erreichten ein breites Publikum durch Platzierungen in TV-Übertragungen. Experten beobachten, dass solche Werbemaßnahmen in Deutschland strengen Regeln unterliegen, die den Schutz von Minderjährigen und die Begrenzung von Glücksspielwerbung sicherstellen sollen, und die GGL hat nun den Fall übernommen, um mögliche Verstöße zu klären.
Details zu den Werbemaßnahmen und dem Einsatz auf KiKa
Die Werbung von ADI Predictstreet erschien nicht nur in allgemeinen TV-Sendungen, sondern auch auf dem Kinderkanal KiKa, was die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörde besonders weckte. Beobachter berichten, dass Bandenwerbung bei Sportveranstaltungen und die damit verbundenen TV-Ausstrahlungen in Deutschland reguliert werden, um den Zugang von Minderjährigen zu Glücksspielangeboten zu verhindern. Die Untersuchung konzentriert sich darauf, ob diese Platzierungen die geltenden Werberichtlinien überschritten haben, während die Plattform selbst für Nutzer in Deutschland nicht lizenziert war und dennoch erreichbar blieb.
Intervention der GGL und die Reaktion von ADI Predictstreet
Nach dem Eingreifen der GGL hat ADI Predictstreet den Zugang für Nutzer in Deutschland geo-blockiert, um weiteren rechtlichen Schritten zuvorzukommen. Daten aus Berichterstattungen zeigen, dass die Behörde sowohl die Werbeaktivitäten als auch die Verfügbarkeit der Plattform für deutsche Residenten untersucht hat, und die Maßnahme erfolgte unmittelbar nach der Kontaktaufnahme. Forscher und Aufsichtsorgane verfolgen solche Fälle, weil sie die Einhaltung des Glücksspielstaatsvertrags betreffen, der klare Vorgaben für Werbung und Lizenzierung festlegt.

Auswirkungen auf die FIFA-Partnerschaft und den Weltmeisterschaftsmarkt 2026
Die Partnerschaft mit der FIFA für den Weltmeisterschaftsmarkt 2026 steht im Zentrum der Aufmerksamkeit, da Werbemaßnahmen in diesem Kontext potenziell große Reichweiten erzielen. Behördenmitarbeiter prüfen, ob die Sichtbarkeit auf Sportveranstaltungen und in TV-Berichten die Grenzen der erlaubten Werbung überschritten hat, und die Geo-Blockade stellt sicher, dass deutsche Nutzer vorerst keinen Zugang mehr haben. In August 2026 laufen Vorbereitungen für den Weltmeisterschaftsmarkt weiter, während die Untersuchung andauert und die Einhaltung der Vorschriften im Fokus bleibt.
Regulatorische Rahmenbedingungen und mögliche Konsequenzen
Der Glücksspielstaatsvertrag sieht vor, dass Werbung für Glücksspielangebote bestimmte Schutzmechanismen einhalten muss, und die GGL überwacht die Umsetzung in den Ländern. Experten verweisen auf frühere Fälle, in denen ähnliche Werbeverstöße zu Anpassungen bei den Anbietern geführt haben, und die aktuelle Prüfung bei ADI Predictstreet folgt diesem Muster. Die Behörde Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder dokumentiert die Vorgänge, um Transparenz zu gewährleisten und die Einhaltung der Regeln zu fördern.
Schlussfolgerung
Die Untersuchung der GGL gegen ADI Predictstreet beleuchtet die Schnittstellen zwischen Werbung, Lizenzierung und Zugangskontrollen im deutschen Glücksspielmarkt. Durch die Geo-Blockade und die laufende Prüfung der Werbemaßnahmen, einschließlich der Ausstrahlungen auf KiKa, entstehen klare Rahmenbedingungen für zukünftige Partnerschaften wie die mit der FIFA zum Weltmeisterschaftsmarkt 2026. Beobachter verfolgen die Entwicklung, da sie Einblicke in die praktische Anwendung der Vorschriften liefert und die Balance zwischen kommerziellen Interessen und regulatorischen Anforderungen aufzeigt.